Weißbierfest in der Köhlerhütte im Erzgebirge, oder
"Hans bleib do, du woasst ja net wias Weda wiad"

Am Samstag um 07:00 Uhr war Treffpunkt am Rathaus in Bernhardswald.

Pünktlich erschienen alle Mitreisenden vollbepackt mit Koffern, Kuchen, Knacker, Brezen, Brause usw.. Eine schneidige Volkstanzgruppe und a gstandne Blaskapelln will verpflegt sein. Nachdem alle Koffer und die Instrumente im Anhänger verstaut waren, kam unser Busfahrer Ernst mit dem Bus und die Reise konnte losgehen. Es ging auf der A93 über Weiden, Hof weiter nach Plauen, Zwickau und Stollberg nach Cranzahl, zum Bahnhof der Fichtelbergbahn. Nach zwei Stunden war Zeit für die erste Brotzeit. Dann gings weiter und gegen 11:45 kamen wir in Cranzahl an.

Da wir am Bahnhof etwas Zeit hatten, konnten wir noch die tolle erzgebirgische Handwerkskunst bewundern, bevor wir in die Schmalspurbahn einstiegen und uns auf den Weg nach Oberwiesenthal begaben. Nur durch vollen Körpereinstz von Beate und Ernst ist es uns gelungen noch Verpflegung in den Wagon zu bekommen. In der nächsten Stunde ließen wir uns schnaufend und pfeifend von der alten Dampflok in den Kurort Oberwiesenthal chauffieren. Es ging durch herrliche Landschaft, kleine Dörfer und dichte Fichtenwälder entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Am Zielbahnhof meinte es der Wettergott nicht gleich recht gut mit uns, aber wir überbrückten mal wieder mit einer kleinen Brotzeit. Die Reste mußten ja weg. Nach einer kleinen Wolkenlücke entschloßen wir uns dennoch den höchsten Berg Sachsens, den Fichtelberg, mit der ältesten Schwebebahn zu bezwingen. Oben angekommen, pfiff ein eisiger Wind. Aber gstandne Bayern wirft der nicht um. Pünktlich um 16:00 Uhr ging es dann von Oberwiesenthal zur Köhlerhütte. Mit zünftiger Marschmusik zogen wir in die Köhlerhütte ein, wo uns der Chef Heiko Schmidt mit einem herzlichen "Glück Auf" empfing. Nach der Zimmerverteilung hatten wir etwas Zeit, uns von den Strapazen des Tages zu erhohlen. Beim Abendessen um 18:30 gab es schon die ersten Verluste. Deshalb musste die Geschichte vom sächsischen Prinzenraub und der damit verbundenen Entstehung der Köhlerhütte, auf 19:00 Uhr verschoben werden. Nach einem vorzüglichen Abendessen, zubereitet von der Chefin des Hauses, ging es dann los mit der traditionellen Generalprobe. Natürlich waren auch unsere Fans aus dem Erzgebirge wie jedes Jahr wieder anwesend. Natürlich musste auch der Volkstanz "Hans bleib do" geprobt werden. Auf der Freilichtbühne ging es dann los und ohne Aufforderung waren auch die Einheimischen sofort dabei und das bayrisch-sächsische Gemeinschaftsprojekt  "Hans bleib do" war geboren. Bis weit über Mitternacht ging der kurzweilige Abend mit Liedern, Witzen Gstanzln und guter Unterhaltung.

Der Sonntag begrüßte uns mit dichtem Nieselregen, so dass die Stimmung etwas getrübt war. Das hervorragende und reichhaltige Frühstücksbüffet tröstete uns erstmal über den Regen hinweg. Der Chef  verwandelte anschließend den festlichen Prinzensaal kurzerhand in einen bayrischen Biergarten, in dem wir dann pünktlich um 10:00 Uhr das Weißbierfest musikalisch eröffneten. Langsam aber stetig füllte sich der Saal, so dass mittags zur ersten Tanzaufführung kein Platz mehr frei war. Zum Warmwerden wurde zum Rehragout und Oichlbauer von unserer Tanzgruppe getanzt. Inzwischen war auch die oberpfälzer Bierkönigin Julia I. aus Sulzbach eingetroffen, die schneidig einen Marsch dirigierte. Gegen 13:00 Uhr war es dann soweit, "Hans bleib do" stand auf dem Programm. Mit etwas Herzklopfen starteten wir. Es hat aber alles gut geklappt. Dann holte sich jeder Tänzer und Tänzerin einen Partner aus dem Publikum und nach einer kleinen Proberunde wurde der erste Volkstanz mit bayrisch-sächsischer Beteiligung getanzt. Auch sonst war die Tanzfläche immer gut gefüllt. Die zweite Aufführung lief dann schon gelassener und es wurden gleich vier Durchgänge getanzt, da immer mehr Gäste zum Mittanzen aufgefordert wurden. Um 16:00 Uhr beendeteten wir dann das 5. Weißbierfest traditionsgemäß mit der böhmischen Polka 

 "Bis bald Auf Wiedersehn". Nach einer langen und herzlichen Verabschiedung begaben uns um 17:00 Uhr auf die Rückreise, für die wir vom Chef noch mit Proviant versorgt wurden. Singend und lachend ging es dannmit dem Bus zurück nach Bernhardswald, wo wir gegen 21:30 ankamen. Somit ging die erste "Fanreise" der Züchmühler Musikanten zu Ende. Alle waren sich einig:

                                           ""Es war eine tolle Sache""

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, insbesondere an Ernst, der uns sicher und wohlbehalten hin und zurück gebracht hat.

Eure Züchmühler Musikanten  Hans, Helmut, Reinhard und Andreas